Psychotherapie

Hier möchten wir euch eine Vielfalt der verschiedenen Therapieformen und Techniken vorstellen kurz und verständlich, so dass ihr hier die Möglichkeit habt, euch einen Überblick über den Urwald der vielen Therapiearten zu verschaffen. So kann jeder für sich selber entscheiden und rausfiltrieren was für eine Technik oder Methode ihm am ehesten zusagt.

 

Was ist das?

Psychotherapie heisst übersetzt „Behandlung der Seele“, beziehungsweise die Behandlung von seelischen Problemen und Belastungen. Mit Methoden wie; psychotherapeutischen Gesprächen, Entspannungsverfahren, oder kognitiven Verhaltensmethoden werden Störungen und Belastungen des Denkens, Handelns und Erlebens identifiziert und therapiert.

 

Wann ist eine Therapie ratsam?

Menschen die so sehr in eine seelische Belastung kommen, dass es ihnen schwer fällt, den Alltag zu bewältigen.
Menschen, deren Leidensdruck so stark wird, dass sie sich nicht mehr fähig fühlen, das Problem allein zu bewältigen.
Wenn der Sinn des Lebens verloren geht und das Leben nur noch zu einem tagtäglichen Überlebenskampf wird, ist es ratsam sich psychologische Hilfe zu holen.

Es ist absolut in Ordnung, sich für eine psychotherapeutische Therapie zu entscheiden, ebenso wie es in Ordnung ist, wenn wir bei körperlichen Problemen einen Arzt aufsuchen.
Noch heute haben viele Menschen eine Hemmschwelle, sich diese Hilfe zuzugestehen, noch heute denken viele Menschen, dass sie dann abgestempelt sind, wenn sie sich psychisch in irgend einer Art und Weise überfordert fühlen oder einfach nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

Wenn der Leidensdruck aber schon so stark ist, dass man den Suizid als einzigen Ausweg sieht, dann sollte man sich doch überlegen, ob ev auch ein stationärer Aufenthalt den ersten grossen Druck etwas mindern könnte.

 

Verschiedene Therapiearten

Es gibt ganz viele verschieden Therapiearten.

Hier möchten wir euch eine Vielfalt von den verschiedenen Therapieformen erkären, so dass jede/r für sich selber entscheiden kann, welche Art Therapie oder welcher Weg für ihn/sie der beste ist.
Von den Krankenkassen werden die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologische Therapie sowie die analytische Therapie anerkannt.
Bei andern Therapieformen bezahlen sie teilweise einen Anteil, sollte aber erst bei der jeweiligen Krankenkasse abgeklärt werden.
Es gibt unter anderm aber auch Institutionen, die einen Teil der Therapiekosten übernehmen.

 

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Menschen ihr Verhalten und Erleben durch die Erfahrungen im Verlauf ihres Lebens erlernen. Eine seelische Krankheit entsteht dann, wenn die erlernten Muster problematisch, unangemessen oder sehr belastend sind; etwa wenn der Betroffene oder die Mitmenschen unter einem starken Leidensdruck stehen.

So erlebt ein Klient mit einer Esstörung zum Beispiel, dass schlanke Menschen der Idealvorstellung der Menschheit entsprechen und seiner Wahrnehmung nach beliebter, perfekter sind, als andere. Daraus können sich durch das Bestreben, diesem Ideal zu entsprechen und der Angst vor einer Gewichtszunahme, krankmachende Ernährungsgewohnheiten wie Magersucht oder Bulimie entwickeln.

In der Verhaltenstherapie werden gemeinsam mit dem Klienten neue und gesunde Verhaltens- und Erlebensmuster erarbeitet. Der Klient kann diese neuen Verhaltensstrategien mittels verschiedener Methoden einüben. Ziel ist, die negativen Muster durch positive zu ersetzen.

Die Verhaltenstherapie ist eine gedanken- und handlungsorientierte, problembezogene Therapieform.

 

Analytische Psychotherapie

Ziel der analytischen Therapie ist das sich bewusst werden von verdrängten Erinnerungen und Gefühlen, die eine gesunde Entwicklung zum selbständigen Individuum blockieren. Die Ursachen und Lösungen für die gegenwärtigen Probleme sind im Unbewussten und in der Vergangenheit des Klienten zu suchen. Der Klient soll im Verlaufe der Sitzungen die Konflikte von prägenden Entwicklungsphasen erneut durchleben und sie auf diese Art und Weise zu verarbeiten. Dies geschieht in der systematischen Analyse von Übertragung und Gegenübertragung. Dabei häufig angewandte Methoden sind die Traumdeutung und die freie Assoziation. In der Regel werden solche Sitzungen mehrmals wöchentlich im Liegen abgehalten.

Der Therapeut verhält sich neutral, um als Projektionsfläche für die Emotionen des Klienten dienen zu können.

Die analytische Psychotherapie hat ihre Wurzeln bei Sigmund Freud, basiert auf einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens. Sie ist die älteste Form der Psychotherapie.

 

Tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologische Psychotherapie hat sich aus der psychoanalytischen Therapie entwickelt. Das zugrundeliegende Menschenbild und das Verständnis der Entstehung psychischer Krankheiten sind ähnlich. Auch diese Therapieform geht davon aus, dass dem aktuellen Problemen ein tieferliegender psychischer Konflikt zugrunde liegt. Allerdings konzentriert sich die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei der Behandlung auf die Bearbeitung des sogenannten zentralen Konflikts und sucht auf dieser Ebene nach möglichen Ursachen in der Persönlichkeit oder der Vergangenheit des Klienten.

Der Klient soll durch Verständnis der Zusammenhänge und Ursachen seiner Probleme Veränderungen in seinem Erleben und Verhalten anstreben, wobei der Therapeut den Klienten aktiv unterstützt.

 

Gesprächstherapie nach Rogers

Diese Therapieart gehört zu den ganzheitlichen Ansätzen und wird auch als „klientenzentriert“ bezeichnet. Im Zentrum hier steht nicht nur die Symptomatik oder die Entwicklungsgeschichte des Klienten, sondern der Mensch als Ganzes und Individuum in seiner Umwelt. Die Idee ist, dass jeder Mensch nach Selbstverwirklichung strebt und somit die Motivation und den Antrieb, an seinen Belastungen zu arbeiten bereits in sich trägt. Grundlage der Gesprächspsychoterapie sind drei Variablen, die das Verhalten des Therapeuten beschreiben: Eine neutrale Haltung gegenüber dem Klienten, die Echtheit des Psychoterapeuten sowie eine wertungfreie Akzeptanz des Klienten und seiner Probleme.

Mit der Hilfe eines speziell auf den Patienten bezogenen Gesprächsführung in welcher der gefühlsmässigen Bedeutung besondere Beachtung geschenkt wird, soll der Klient sich selber verstehen und annehmen lernen.

 

Gestalttherapie

Die Gestalttherpie nach Perls gehört ebenfalls zu den humanistischen Therapieformen. Auch hier wird davon ausgegangen, dass der Mensch im Grunde zum Guten und Ganzen sterbt. Der Klient wird bei der Gestalttherapie mit unvollständig verarbeiteten Erfahrungen oder unterdrückten Bedürfnissen konfrontiert, wobei sich die Therapie dem Zustand des Klienten im hier und jetzt konzentriert.

Der Therapeut versucht, den Klienten zu motivieren und dabei zu unterstützen, sich seinen Problemen zu stellen und die Eigenverantwortung für seine Handlungen zu übernehmen. Das Ziel dieser Therapie ist es, die Entwicklung des Patienten zu einem ganzheitlichen Individuum zu unterstützen, welchem alle Teile seiner Persönlichkeit, seine Gefühle und Bedürfnisse bewusst sind.

 

Traumatherapie

Die Traumatherapie ist eine Therapieform die man speziell für schwere Traumata entwickelt hat, so zum Beispiel, schwere Unfälle, körperliche und sexuelle Gewalt, Folter, Entführungen, bei Morddrohungen mit akuter Lebensgefahr,...

Die Therapie wird in 3 Stufen eingeteilt:

  • Stabilisierungsphase
  • Traumabearbeitungphase
  • Integrationsphase

Stabilisierungsphase

Hier geht es darum, erst ein vertrauensvolles Verhältnis zum Therapeut/in aufzubauen. Es ist dabei sehr wichtig, dass der Klient wieder Sicherheit fühlen kann und Boden unter den Füssen kriegt. Der Klient lernt in dieser ersten Phase, Selbstverantwortung für sich zu übernehmen, zu verstehen, was in seinem Körper und der Psyche abläuft, dass es sich dabei um normale Reaktionen handelt.

Mit Hilfe von speziellen Übungen, wie die progressive Muskelentspannung und die Imaginationsübungen kann der Klient lernen, sich zu entspannen und für sich selber etwas Sicherheit zu holen.

Während dieser Zeit, wird nicht über das eigentliche Trauma gesprochen, sondern positive Ressourcen erarbeitet und gestärkt.

Traumabearbeitungphase:

Nun wird der Klient vom Therapeuten ganz langsam und vorsichtig ans eigentliche Traumaerlebnis herangeführt.

Mittels Gesprächen oder bestimmten Techniken wie der Bildschirmtechnik, das EMDR (eine Augenbewegungstechnik) oder dem METT (MET-Trauma nach Franke®) werden so Teil für Teil angeschaut, durchgearbeitet, besprochen.

Das Ziel ist es, dass man danach das Trauma als nicht mehr im hier und jetzt belastendes Ereignis empfindet, also die belastenden Emotionen und teils sehr heftigen Überlebensstrategien nicht mehr einschneidend Einfluss auf unsere Gegenwart haben.

Auch ein sehr wichtiger und zentraler in der Aufarbeitungphase ist die Trauerarbeit!

Integrationsphase:

Hier geht es nochmals darum, Trauerarbeit zu leisten, das Erlebte in das Leben der Klienten zu integrieren, als Teil der Erlebten und der Vergangenheit.

Das Selbsterleben und Lebensgefühl hat sich verändert, so dass neue Bewältigungsstrategien entwickelt werden müssen. Wichtig ist, dass die Klienten sich wieder stark und im Besitz ihrer Kräfte fühlen, so dass sie angemessene Entscheidungen für ihr weiteres Legen fällen können.

 

 

Meridian-Energie-Techniken nach Franke

Meridian-Energie-Techniken nach Franke® (kurz MET)

Was ist MET?

Meridian-Energie-Techniken nach Franke® ist ein Verfahren, findet seinen Ursprung in der energetischen Psychologie, bei welchem durch sanftes Beklopfen bestimmter Meridianpunkte energetische Blockaden dauerhaft aufgelöst werden.

Die Meridian-Energie-Techniken nach Franke® (kurz MET) wurden von Rainer und Regina Franke – basierend auf der Thought Field Therapy von Dr. Roger Callahan und der Gestalttherapie von Fritz und Laura Perls – gegründet und weiterentwickelt.

In einer MET-Sitzung wird erst mit dem/der Klient(in) in einem Gespräch das belastende Thema herausgearbeitet. Dann stimmt sich der Klient(in) auf sein Thema (z.B. Angst, Phobie, Schmerz etc.) ein, während mit den Fingerspitzen bestimmte Punkte auf den Meridianen beklopft werden. Dadurch wird der Energiefluss harmonisiert, wodurch der emotionale Stress durch Entspannung, bzw. inneren Frieden ersetzt wird.

MET ist eine Technik, die für jeden Laien leicht erlernbar ist, auch für Kinder.
Das Faszinierende bei dieser Technik ist, dass man diese Methode auch als Selbsthilfe jederzeit selbständig anwenden kann.

Sie ist ein Werkzeug, das man stets immer und überall dabei hat, weil man ausser dem eigenen Finger kein anderes Hilfsmittel braucht.

MET darf die ärztliche Diagnose nicht ersetzen, kann diese aber sinnvoll ergänzen.



MET findet Anwendung bei:

Ängsten jeglicher Art, Ärger, Allergien, Burn Out, Depressionen, Hemmungen, Wut, körperlichen Leiden, Migräne, Stress, Gewichtsprobleme, Leistungsblockaden, Phobien, Scham, Schuldgefühlen, Schmerzen jeglicher Art, Schlafstörungen, Süchten (Nikotin, Schokolade, etc.), Resignation, Trauer, Traumata jeglicher Art.

 

METT (MET-Trauma)

Spezielle Arbeit bei Traumata:

Meridian-Energie-Techniken nach Franke® ist ein Verfahren, bei welchem durch sanftes Beklopfen bestimmter Meridianpunkte energetische Blockaden dauerhaft aufgelöst werden.

Bei den Meridian-Energie-Techniken nach Franke® arbeitet man ganz bewusst mit den Emotionen und Gefühlen und Belastungen der Gegenwart, also gerade das, was der Klient in diesem Moment fühlt, wenn er an ein bestimmtes Erlebnis denkt.

Wenn nun, und das kommt ab und an bei grossen Traumata vor, ein Klient mal dissozieren sollte, dann gibt es auch hier verschiedene wunderbare Möglichkeiten den Klienten schnell wieder ins Hier und Jetzt zu holen.
Bei der Traumabehandlung im Zusammenhang mit MET kann man auch Techniken aus der Gestalttherapie mit einfliessen lassen, so zum Beispiel die Bildschirmtechnik, den Bezug zum Hier und Jetzt, indem man den Klienten Gegenstände um Raum benennen lässt usw.
Das Ziel bei einer MET-Traumabehandlung ist, dass der Klient am Schluss so weit ist, dass er das Trauma ohne emotionale Belastungen erzählen kann.
Somit kann dann das Trauma seinen Platz wieder in der Vergangenheit einnehmen und er Klient kann es dann einfach als eine Erfahrung wieder in sein Leben einfügen.

Es geht bei keiner Therapie darum, dass man ein Trauma elimiminiert(ausgelöscht), auch wenn man es oft gerne hätte. Man kann aber irgendwann aus dieser erst sehr belastenden Erfahrung, nach der Aufarbeitung und Auflösung der emotionalen Belastungen, auch positives gewinnen. Und dafür lohnt es sich allemal.

 

 

 

Systhemische Therapie

Es gibt verschiedene Varianten der systhemischen Therapie, alle stellen jedoch nicht nur den einzelnen Klienten in den Mittelpunkt der Behandlung, sondern beziehen auch die wichtigsten Bezugspersonen, wie Familie und die unmittelbare Umgebung des Patienten mit ein. Eine psychische Erkrankung eines einzelnen Menschen wird als Symptom für eine Störung im Verhalten- oder Kommunikationsmuster des Systems gesehen.

Der Therapeut wird versuchen die Störungen im System zu identifizieren und mit dem Klienten Lösungsvarianten erarbeiten. Ein Beispiel für eine systhemische Intervention ist die paradoxe Verschreibung. Hier wird der Klient aufgefordert, sein problematisches Verhalten beizubehalten statt zu bekämpfen, da es wichtig für die Aufrechterhaltung der vorliegenden Familienstrukturen ist. Dadurch werden einzelne Familienmitglieder gezwungen, sich aktiv am zentralen Problem teilzunehmen und sich damit ebenfalls auseinander zu setzen.

 

Familienstellen nach Bert Hellinger

Das Familienstellen ist ebenfalls eine systemische Therapieform. Bert Hellinger ging davon aus, dass jede/r von uns ist einzigartig ist. Und doch sind wir nicht ganz so frei, wie manch eine/r vielleicht denkt. Wir sind alle eingebettet in unser Familiensystem, in unsere Sippschaft. So können Schicksale anderer Familienmitglieder oder unserer Ahnen grossen Einfluss auf uns haben. Wir stehen zu jedem Familienmitglied in energetischer Beziehung oder Verbindung. Ähnlich wie Träume unser persönliches Unbewusste widerspiegeln, so spiegelt die Familienaufstellung das Unbewusste unseres Familiensystems.

Familienstellen ist eine Gruppentherapie oder eine Gruppenarbeit. Mit Hilfe der andern Teilnehmer oder anhand von Symbolen bei Einzelsitzungen wird das Familiensystem nach dem inneren Bild des Klienten aufgestellt. Dies tut der Klient selber. Dann wird geschaut, wo es zu Störungen im System kommt und versucht dabei mit Hilfe von heilenden Sätzen und einer Umgestaltung des Systems in die heilende Kraft zu kommen.

 

Hypnose

Oft wird Hypnose aus Unkenntnis als etwas Gefährliches oder Unheimliches angesehen. Man hat vielleicht Angst davor, dass man jemanden ausgeliefert ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. In Trance verändert sich die Bewusstseinslage in Richtung erhöhter Aufmerksamkeit und Konzentration.

Die Hypnose ist immer ein freiwilliger Vorgang. Niemand kann gezwungen werden, in Hypnose Dinge zu tun, die er im Wachzustand ablehnen würde. Sie sind immer im Gespräch mit Ihrem Therapeuten, haben die völlige Kontrolle und wissen dadurch alles, was Sie erzählen oder was Ihnen gesagt wird. Sie können jederzeit einen Wunsch äusseren oder die Trance beenden.

Das moderne Hypnosevorgehen ist eine sehr sanfte und rasch wirkende Methode und birgt enorme Chancen, Menschen bei der Lösung von verschiedenen Problemen und Störungen helfen. Sie kommunizieren mit dem Unterbewusstsein, um positive Veränderungen herbeizuführen.

Es ist nicht das Ziel des Therapeuten, den Klienten zu prägen, zu beeinflussen oder zu manipulieren. Die hypnotischen Interventionen sollen den Klienten anleiten, zu seinen eigenen Ressourcen zu finden. Der Therapeut regt innere Suchprozesse an, er weckt eigene Möglichkeiten des Klienten zu seiner Lösungsfindung.

Wie wirkt Hypnose

In Trance wird die Aufmerksamkeit weg von äusseren Reizen hin auf ein inneres Erleben gelenkt. In der Regel wird zuerst auf eine körperliche Entspannung hin gearbeitet, wobei immer die Persönlichkeit der Klientinnen und Klienten zu berücksichtigen sind.

Hypnose ist kein schematisches Entspannungsritual, welches für alle Menschen gleich angewendet werden kann, sondern hat für jeden Menschen eine individuelle Wirkungsweise. Der hypnotische Entspannungszustand wird mit einer Beruhigung der inneren Gefühle und Rhythmen herbeigeführt, die es jedem Menschen auf seine eigene Art ermöglichen, die Konzentration auf sein Inneres zu richten.
Wirkungen im psychotherapeutischen Rahmen kann man sich am besten vorstellen, dass man mit Hilfe von Hypnose eine Art "alternativer Wirklichkeit" schafft und in dieser die Veränderung oder völlige Aufhebung von Symptomen so lange und intensiv erlebt, bis diese hypnotisch imaginierte Wirklichkeit Teil des normalen Lebens wird. Mittels Altersregression ist das Wiedererleben einer problematischen von Bedeutung, denn nur auf diese Art können in Vergessenheit geratene oder auch verdrängte Erlebnisse wieder erinnert werden, und nur so können sie dann aus einem anderen Perspektive betrachtet, mit einer anderen Bedeutung versehen oder mit einem anderen, heute angemessenen Gefühl empfunden werden. Diese und ähnliche Prozesse der seelischen, geistigen und emotionalen Verarbeitung, die gestört waren, können in hypnotischer Trance leichter und schneller wieder korrigiert werden.

Autogenes Training

Das Autogene Training ist eine Selbsthypnose und basiert auf sechs
körperorientierten Übungen (Schwere, Wärme, Regulation der Herztätigkeit
und der Atmung, Wärme in der Bauchregion und Stirnkühle).

Wie der Begriff Training schon sagt, handelt es sich beim Autogenen Training
um ein übendes Verfahren, welches den gewünschten Effekt nur dann bringt,
wenn die Übungen nach der Vermittlung einer Fachperson, zu Hause regelmässig
über einen mehr oder weniger langen Zeitraum durchgeführt werden.

Das autogene Training ist eine Methode, die sich auch gut zur Selbstanwendung eigenet, ist eine Technik die man regelmässig anwenden muss, damit man Erfolge haben kann.


Ziele des Autogenen Trainings:

- Selbstruhigstellung (z.B. bei Ängsten, Nervosität) nicht durch
krampfhaftes Zusammennehmen, sondern durch innere Lösung
- Selbstregulierung (z.B. bei Bluthochdruck, unregelmässigem Puls)
- Verringerte Schmerzwahrnehmung (z.B. bei chronischen Schmerzen)
- Selbstbestimmung durch formelhafte Vorsätze (Suggestionen)
- Selbstkontrolle (durch Innenschau in der Versenkung)

 

Progressive Muskelrelaxion

E. Jacobson ging davon aus, dass muskuläre Relaxation auch zu einer psychischen Entspannung führt. Bei diesem Verfahren übt der Patient verschiedene Muskelgruppen des Körpers sukzessiv anzuspannen und loszulassen, wobei er jeweils auch die folgende Entspannung wahrnimmt. Die Technik kann ohne wesentliche Fremdhilfe in einigen Wochen erlernt werden.

Man konnte feststellen, dass bei manchen psychischen Belastungen die Menschen nicht die Ruhe hatten, durch autogenes Training oder andern meditativen Techniken zur Ruhe zu kommen.

Durch das ganz bewusste Anspannen und wiederum durch das ganz bewusste Entspannen der Muskeln jedoch lernt der Klient ganz bewusst wahrzunehmen, wie sich auch die Entspannung anfühlt und kann so diese Gefühl verinnerlichen.

Eine Methode die sich auch ganz gut zur begleiteten Therapie bei PTBS eignet.