Was heisst Panik und was kann ich tun?

Panik heisst, dass du vor deinen eigenen Gefühlen soche Angst bekommst, dass du nicht mehr aus noch ein weisst und wie du dich beruhigen sollst. Panisch ist es auch, wenn du wie verrückt versuchst, Gefühle oder Erinnerungen zurückzuhalten. Manchmal scheinen die zwar aus heiterem Himmel zu kommen, aber einen Auslöser gibt es immer, oft etwas, wass dich unbewusst an deinen **Missbrauch** oder deinen Schmerz erinnert.

Wenn dich Panik ergriffen hat, sind dir diese Verbindungen meistens nicht bewusst. Du fühlst nur, dass du aus der Fassung gerätst. Dein Herz schlägt bis zum Hals, du hast das Gefühl, dein Körper explodiert gleich, du willst weglaufen. Auch deine Wahrnehmung kann sich verändern. Du hast Angst, verrückt zu werden. Und dass du nicht verstehst, was los ist, mach alles nur noch schlimmer.

Wenn du anfängst, in Panik zu geraten, atme. Lass sich das Gefühl setzen. Frauen denken oft, sie müssten ganz schnell etwas tun, um von dieser Angst wegzukommen, aber dieser panische Drang lässt deine Angst eher noch eskalieren. Überstürze nichts. Sag dir statt dessen, dass das nur ein Gefühl ist, egal, wie stark es sein mag.

Aus einer Panik heraus triffst du fast immer schlechte Entscheidungen. Ob du mit der Hand eine Fensterscheibe einschlägst, zu schnell fährst oder deinen Chef anschreist, das alles kann langfristige negative Konsequenzen haben.

Von Zuständen grosser Angst kannst du dich befreien, indem du deine Gefühle in einer sicheren Umgebung zum Ausdruck bringst. Eine Therapiegruppe ist eine gute Gelegenheit, mit deinen vergrabenen Gefühlen in Berührung zu kommen. Die Autofahrt nach Hause nicht. Wenn du etwas traurig bist oder sogar während du in die Nacht hinausschreist, kannst du vermutlcih noch gefahrlos Auto fahren, aber nicht, wenn du gerade den Horror deiner V*rg*wt*g*ng oder sonst ein heftiges Trauma nocheinmal erlebst. Wenn du zu dem Schluss kommst, dass du deine Gefühle zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausdrücken oder abreagieren willst, unternimm etwas zur Beruhigung.

(Auszug aus dem Buch: Trotz allem, von Ellen Bass und Laura Davis)