blick nach vorne

home
kind im www
missbrauch
wahrheit gefühle
definition
mögliche folgen
ptbs
depressionen
borderline
hypochondrie
bulimie
magersucht
fresssucht
autoagressionen
zum thema suizid
suizid
missbrauchsformen
hilfreiches
info
link liste
lebensart
guestbook
bookscorner
notrufnummern

 

Major Depression


Die Major Depression ist eine schwere Depression, die früher auch als endogene Depression bezeichnet wurde.
Sie hat im allgemeinen einen phasenhaften Verlauf und ist in jeder Altersklasse anzutreffen.

  • Niedergeschlagenheit und Depressive Verstimmung meist den ganzen Tag
  • deutlich vermindertes Interesse an allen Aktivitäten des Alltags, für nichts mehr Freude empfinden können
  • deutlicher Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
  • Schlafstörungen
  • Ruhelosigkeit oder Antriebslosigkeit
  • Energieverlust und Müdigkeit
  • Gefühle von Wertlosigkeit und Schuldgefühlen
  • Konzentrations- und Denkfähigkeit ist stark vermindert
  • wichtige Entscheidungen zu treffen ist fast nicht möglich
  • Suizidgedanken, Gedanken an den Tod


Manisch-Depressive Störung


Die manisch depressive Krankheit, auch bekannt als bipolare affektive Störung, ist eine ernste Erkrankung des Gehirns, die extreme Wechsel von Stimmung, Energie und Funktionalität verursacht.
Etwa 1.2 bis 1.5 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, wobei das Erkrankungsrisiko bei Männern und Frauen etwa gleich gross ist. Die Krankheit bricht typischerweise in der Jugend oder dem frühen Erwachsenenalter aus, gelegentlich auch schon in der Kindheit.
Die Krankheitsepisoden, oder Zyklen, von Depression und Manie, manchmal auch von gemischten manischen und
depressiven Symptomen, wiederholen sich und können immer häufiger werden, wobei sie meist Arbeit, Schule,
Familie und soziales Umfeld stark beeinträchtigen.

Eine bipolare Störung wird dann diagnostiziert, wenn der Betroffene eine abgegrenzte Phase auffälliger Hochstimmung für mindestens eine Woche erlebt. Dabei treten folgende Symptome auf

  • starke Überschätzung der eigenen Größe und der eigenen Möglichkeiten
  • ein sehr verringertes Schlafbedürfnis
  • man redet sehr viel
  • man ist zerstreut und abgelenkt
  • ausschweifende Unternehmungen, die ein erhöhtes Risiko, sei es für die Gesundheit oder finanziell, in
    sich bergen
  • sehr sprunghaftes Denken
  • sehr gesteigerte Aktivitäten, zum Beispiel bei der Arbeit, bei der Sexualität oder in finanziellen Belangen

Zyklothymia - zyklothyme Störung

Unter Zyklothymia versteht man eine psychische Störung, die durch eine dauerhafte Instabilität der Stimmung gekennzeichnet ist. Die Übergänge zwischen normalen Stimmungsschwankungen, einem intensivierten seelischen Erleben und behandlungsbedürftiger Störung sind dabei fließend.

Bei der Zyklothymia wechseln sich Perioden leichter Depression und leicht gehobener Stimmung ab.
Teilweise wird vermutet, dass diese Stimmungsschwankungen unabhängig von Lebensereignissen auftreten.
Andererseits gibt es aber auch Hinweise dafür, dass diese Phasen reaktiv (durch Ereignisse) ausgelöst
werden können.
Eine Zyklothymia entwickelt sich in der Regel im frühen Erwachsenenalter und verläuft chronisch, wobei zwischendurch die Stimmung teilweise über Monate stabil bleiben kann.




Dysthymia - neurotische Depression

Die Dysthymie ist die chronische Form einer depressiven Verstimmung, die nicht alle diagnostischen
Kriterien für das Vollbild der Depression erfüllt.
Die Symptome müssen mindestens zwei Jahre lang anhalten.
Ein Patient, der an Dysthymie leidet, kann zwischendurch zusätzlich noch depressive Episoden haben
– in diesem Fall spricht man im englischen Sprachraum von einer „double depression“.


Anpassungsstörung - reaktive Depression

Eine Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf einmalige oder fortbestehende belastende Ereignisse, diese
können ein Verlust, eine Trennung oder eine Kränkung sein.
Solche Störungen treten oft nach Tod, Trennung oder einer Scheidung auf.
Eine Anpassungsstörung kann nach wenigen Wochen wieder vorbei sein, aber auch eine längere Dauer ist möglich.
Es kann auch ein Übergang in eine andere Form von einer Depression auftreten. Dies hängt wiederum von
den einzelnen Person haben.

 

Symptomatische Depression

Schwerere oder auch unheilbare körperliche Erkrankungen können auch eine Depression auslösen.
Bei älteren Menschen kann eine solche Depression zum
Beispiel ein Symptom einer Herzinsuffizienz sein.
Bei der Behandlung einer solchen Erkrankung sollte natürlich die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund stehen.

 

Die Winterdepression

Diese Art einer Depression ist in den letzten Jahren immer öfters im Gespräch. Die Betroffenen haben
deutliche Stimmungsänderungen in den dunklen Monaten des Winters. Sie fühlen sich im Gegensatz dazu in den
hellen Sommermonaten wie neugeboren.
Die Symptome sind zum Beispiel Niedergeschlagenheit, Energielosigkeit, Konzentrationsschwäche und sozialer Rückzug. Zwei weitere, sehr typische Symptome kommen aber noch hinzu.
Menschen, die an einer Winterdepression leiden, haben ein sehr ausgiebiges Schlafbedürfnis. Außerdem
haben sie einen Heißhunger auf kohlenhydratreiche Nahrung, wie zum Beispiel Schokolade, Süßigkeiten,
Brot oder Nudeln.

 

Depressionen in der Pupertät

Jeder weiß, daß die Pubertät eine schwere Zeit ist.
Schwankungen der Stimmung sind da relativ normal. Jungen und Mädchen sind davon betroffen. Aber gerade
für Mädchen gilt, daß im Alter zwischen 12 und 14 Jahren ein sprunghafter Ansprung von depressiven
Erkrankungen stattfindet.
Die Ursachen dafür sind noch nicht richtig bekannt. Es scheint jedoch als gesichert, daß es nicht nur an den Hormonen liegt.
Da in dieser Zeit die Unsicherheit bezüglich des Aussehens, der Beliebtheit und der eigenen Fähigkeiten
sehr hoch ist, ist entsprechend die Unsicherheit sich selbst gegenüber, das eigene Selbstbewusstsein und das
eigene Selbstwertgefühl entsprechend niedrig.
Vergleicht sich ein Jugendlicher dann noch mit den Idolen unserer Zeit, die ja alle immer schön und
perfekt sind, kann es einen weiteren Knacks in der Seele geben.

 

Babyblues

Der sogenannte Babyblues ist vielen jungen Müttern bekannt. Man schätzt, daß zirka 50 bis 70 % der
Frauen, die gerade ein Kind bekommen haben, davon betroffen sind. Meist bemerken die Frauen am dritten
oder vierten Tag die Neigung, ständig weinen zu müssen oder den Tränen nah zu sein, Sie fühlen sich traurig,
deprimiert, unruhig und leer. Zudem können sie oft schlecht schlafen. Da diese Art der depressiven
Störung immer gleich abläuft, ist es sehr wahrscheinlich, daß Hormone eine entscheidende Rolle
spielen.
Die Umstellung des Körpers nach der Entbindung ist also wahrscheinlich der Auslöser dieser
Erkrankung. Meist geht ein Babyblues aber schnell wieder vorbei.

 

Wochenbettdepression

Von einer Wochenbettdepression spricht ein Arzt erst dann, wenn ein vermeintlicher Babyblues über zwei odermehr Wochen anhält oder auch erst eine Woche nach der Geburt eintritt.
Dabei treten die Symptome einer
typischen Depression auf. Laut Statistik machen zwischen 5 bis 10 % aller Frauen nach der Geburt eine längere depressive Phase durch.
Dies alleine mit Hormonen zu begründen, wäre nicht richtig. Viele andere Faktoren spielen dabei zusammen.
Junge Mütter haben eine Vielzahl von neuen Erfahrungen, Aufgaben und Ängsten.
Frauen, die eine Wochenbettdepression haben, sind ständig erschöpft, haben das Gefühl, ihrer Aufgabe
nicht gewachsen zu sein, sind sehr reizbar und werden von Selbstvorwürfen geplagt. Sie werfen sich vor, sie
würden ihr Kind nicht richtig lieben, wie es sein sollte, denken, ihrer Rolle nicht gerecht zu werden
und denken von sich selbst, zu versagen. Sie haben deswegen extreme Angst um ihr Baby. Sie empfinden es
als Schuld, nicht über das Baby glücklich zu sein und schämen sich, weil sie sich von der Pflege des Babys
überfordert fühlen.
Eine Frau, die an einer Wochenbettdepression leitet, braucht Hilfe. Nicht nur, weil die Symptome so quälend
sind und eine Selbstmordgefahr besteht, sondern auch weil sich in der Zeit der Depression der Kontakt
zwischen Mutter und Baby nicht richtig entwickeln kann. Die Wochenbettdepression ist eine ernste
Gefährdung der Gesundheit von Mutter und Kind.

 

Quelle: www. depressionen-depression.net